Alexander Gottlieb Baumgartens deutsche Schriften
Alexander Gottlieb Baumgarten (1714–1762) hat im 18. Jahrhundert die moderne Ästhetik begründet. Er stellt sie in seinen lateinischen Schriften als «Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis» der Logik gleichrangig und gleichberechtigt an die Seite. Mit den deutschsprachigen Schriften kommt zusätzlich zu Baumgartens theoretischer Ästhetik seine praktische, d.h. genuin politische Ästhetik in den Blick, die nun erstmal erforscht und ediert werden.
Die Edition ist mit dem SNF Projekt «ARTS: The Formation of Practical Aesthetics in A. G. Baumgarten’s German Corpus» verbunden, gehört aber nicht zum Forschungsauftrag des Projekts, der lediglich die Erschliessung und nachhaltige Sicherung der Daten vorsieht. Das deutschsprachige Korpus umfasst mehr als 1000 Seiten, die teils in historischen Erstdrucken, teils in unveröffentlichten Manuskripten und teils in Nachdrucken von Manuskripten vorliegen. Sie umfassen Vorlesungen, Briefe (inkl. fiktionale Briefe einer moralischen Wochenschrift) und Meditationen.
Projektwebseite und entstehende Edition: https://www.arts-snsf.uzh.ch/en.html
Technische Tools
- Transkribus zur automatischen Texterkennung und Definition/Markierung von Textregionen in PAGE-XML
- IIIF und DOI-/ARK-Resolver in Zusammenarbeit mit div. Bibliotheken und Archiven
Nutzungsmöglichkeiten
Die Editionsdaten werden als Forschungsdaten in diplomatischer Umschrift – verknüpft mit den originalen Dokumenten (via IIIF) – versioniert, frei zugänglich/offen lizenziert auf dem FAIR-Repositorium DaSCH veröffentlicht. Die diese Daten nutzende Edition verarbeitet die Daten für eine dreibändige Leseausgabe in der renommierten Philosophischen Bibliothek beim Felix Meiner Verlag Hamburg, die Stellenkommentare und Einführungen umfasst.
Projektverantwortung
Co-Herausgeber*innen: Prof. Dr. Frauke Berndt, Dr. Roland Spalinger