Arcipelago Ceresa: edizione digitale degli inediti, dispersi, postumi. Gender, plurilinguismo, transnazionalità
Alice Ceresa (1923-2001) war eine Schweizer Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin, die seit den 1950er-Jahren in Italien lebte und arbeitete. Mit ihrer Mehrsprachigkeit und ihrer beruflichen Laufbahn stellte Ceresa einer transnationale intellektuelle Figur dar. Ihr literarisches Schreiben zeichnete sich durch einen experimentellen Stil sowie eine präzise Auseinandersetzung mit zentralen Themen feministischer Debatten aus, darunter die Rolle der Frau und die Erziehung der Töchter innerhalb der patriarchalen Familie. Das SNF-Projekt Arcipelago Ceresa hat zum Ziel, das Archivgut der Autorin kritisch zu erschliessen und in einer digitale Open-Access-Edition zugänglich zu machen.
Das zugänglich zu machende Korpus umfasst unveröffentlichte Erzählungen, Zeitungsartikel, Essays und Übersetzungen sowie Texte, die sich auf eine unvollendete Romantrilogie und auf das Piccolo dizionario dell’inuguaglianza femminile beziehen, zu dessen posthumen Ausgaben (nottetempo 2007 und 2020) auch Radiosendungen existieren, die in den 1970er-Jahren von der RSI ausgestrahlt wurden. Die Edition wird von thematischen Studien zu Mehrsprachigkeit und Transnationalität sowie zu den Wechselbeziehungen zwischen formalem Experimentieren, der Kritik an Geschlechternormen und der Dekonstruktion von Erzählmodellen im unveröffentlichten Werk von Ceresa begleitet.
Technische Tools
- Transkribus für automatische Texterkennung
- Web-Präsentation: statische Seite, erzeugt mit einem modernen Metaframework (SvelteKit), das vorgerendertes HTML (CETEIcean, TEIPublisher oder XSLT-Pipelines) einbettet und Apache Solr für die Suche sowie IIIF zur Bereitstellung von Bildern verwendet.
- oXygen XML Editor-Framework für TEI-Codierung und Annotation
- GitHub für Versionierung und Workflow-Management
Nutzungsmöglichkeiten
Die digitale Edition machte die Texte von Alice Ceresa auf vielfältige Art und Weise zugänglich: durch Ansicht des Faksimiles, diplomatische Transkription und einfache Lektüre. Orte, Namen und Schlüsselbegriffe werden mit Normdatenbanken verknüpft und mit eindeutige Identifikatoren versehen, wodurch sie als Linked Open Data zugänglich sind. Die Daten der Edition werden in FAIR-Repositorien wie DaSCH veröffentlicht.
Projektverantwortung
Koordinatorinnen: Prof. Dr. Tatiana Crivelli, Romanisches Seminar (RoSe), UZH; Prof. Dr. Giovanna Cordibella, Departement für Sprach- und Literaturwissenschaften, UniBe
Postdocs: Eleonora Norcini, UZH; Alessandro Moro, UniBe
Doktorierende: Eva Vanacore, UZH; Luise Pappe, UniBe
Assistenz: Tabatha Dattrino, UniBe
Technisches Konzept, Entwicklung und Support: Peter Dängeli (DSL, UniBe); Levyn Bürki (DSL, UniBe)
Partner: Archivio svizzero di letteratura (ASL), Data Science Lab (DSL, UniBe)